Carolin Emcke

Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie in London, Frankfurt/M. und Harvard. Sie promovierte über den Begriff „kollektiver Identitäten“. Von 1999 bis 2014 berichtete sie als internationale Reporterin aus unterschiedlichen Kriegs- und Krisenregionen.

Seit 2014 ist sie als freie Publizistin tätig. In ihren Büchern, Essays, Kolumnen, aber auch künstlerischen Interventionen befasst sie sich mit den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus, Sexualität und Begehren. Ihre Bücher wurden in über 10 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien „Respekt ist zumutbar. Texte zu unserer Gegenwart“ (2025).

Seit 20 Jahren kuratiert und moderiert Carolin Emcke den „Streitraum“ an der Berliner Schaubühne, seit 2023 auch den SZ-Podcast „In aller Ruhe“. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Carl-von-Ossietzky-Preis und den Soul-of-Stonewall-Award. Carolin Emcke lebt in Berlin.

Bücher

Respekt ist zumutbar. Texte zu unserer Gegenwart

Frankfurt 2025. Wer wollen wir sein in Zeiten der Zerstörung von Demokratie und Wahrheit?

Was wahr ist. Über Gewalt und Klima

Göttingen 2024. Ein Plädoyer für die Ethik des Erzählens und das Denken in Utopien.

Für den Zweifel. Gespräche mit Thomas Strässle

Zürich 2022.

Journal. Tagebuch in Zeiten der Pandemie

Frankfurt 2021.

Ja heißt Ja und…

Frankfurt 2019.

Gegen den Hass

Frankfurt 2016.
Weitere

Weil es sagbar ist. Zeugenschaft und Gerechtigkeit

Frankfurt 2013.

Wie wir begehren

Frankfurt 2012.

Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF

Frankfurt 2008.

Echoes of Violence. Letters from a War Reporter

Princeton University Press 2007.

Von den Kriegen. Briefe an Freunde

Frankfurt 2004.

Kollektive Identitäten. Sozialphilosophische Grundlagen

Frankfurt 2000.

Öffentliche Formate & Bühne

Streitraum, Schaubühne Berlin

Seit der Spielzeit 2004/2005. Kuratierte und moderierte monatliche Diskussionsreihe; jede Spielzeit folgt einem übergreifenden Thema (zuletzt u. a. Kultur, Gewalt, Emanzipation).

„In aller Ruhe“, SZ-Podcast

Seit 2023 kuratiert und moderiert; Gespräche mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Kultur.

Theater: „Ja heißt Ja und…“

Solo-Stück, Premiere Dezember 2018 an der Schaubühne Berlin, mit Gastspielen an zahlreichen Häusern. Spielorte: Bochum (Schauspiel), Frankfurt a. M. (Schauspielhaus), Hamburg (Thalia Theater), Heidelberg, Köln (Schauspiel), München (Kammerspiele), Stuttgart (Schauspiel), Zürich (Schauspiel + Kaufleuten).

Kuratorische Projekte

„Krieg erzählen“. Thementage am Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2014 (gemeinsam mit Valentin Groebner). „Archiv der Flucht“. Oral-History-Projekt am Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2021 (gemeinsam mit Manuela Bojadžijev).

Journalismus & Publizistik

Der Spiegel, 1998–2006

Festangestellte Redakteurin, als Auslandsredakteurin in zahlreichen Krisengebieten unterwegs. U. a. Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Irak, Kolumbien, Libanon.

DIE ZEIT, 2007–2014

Autorin und internationale Reporterin. Berichtsregionen u. a. Israel, Westbank, Pakistan, Ägypten, Irak, USA.

Süddeutsche Zeitung, 2014–2024

Kolumnistin.

Freie Publizistin

Seit 2014.

Wissenschaft & Lehre

Studium

Studium der Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes; Promotion in Philosophie über den Begriff „Kollektiver Identitäten“.

Mercator-Professur

Universität Duisburg-Essen, 2024.

Yale University

Visiting Lecturer für Politische Theorie (Seminare „Theorien der Gewalt", „Zeugenschaft von Kriegsverbrechen"), 2003/2004.

Gastdozenturen und Vorträge

Regelmäßig Gastdozenturen und Vorträge über internationalen Journalismus, Globalisierung, Menschenrechte, Theorien der Gewalt, Zeugenschaft, Photographie und kulturelle Identitäten.

Ämter & Engagement

Mitglied im Kuratorium der Gerda-Henkel-Stiftung

Mitglied im Stiftungsrat des Wissenschaftskollegs Berlin

Mitglied im Verein des Moses Mendelssohn Zentrums

Auszeichnungen

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016)

Weitere (Auswahl): Theodor-Wolff-Preis (2008) · Johann-Heinrich-Merck-Preis (2014) · Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2015) · Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik (2020).
Weitere

„Das politische Buch“, Friedrich-Ebert-Stiftung (2005)

Förderpreis des Ernst-Bloch-Preises (2006)

Theodor-Wolff-Preis (2008)

Otto-Brenner-Preis, 1. Preis (2010)

Reporterpreis – Beste Reportage (2010)

Journalistin des Jahres, mediummagazin (2010)

Ulrich-Wickert-Preis für Kinderrechte (2012)

Johann-Heinrich-Merck-Preis, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (2014)

Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2015)

Preis der Lichtenberg-Poetik-Dozentur (2015)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016)

Soul of Stonewall Award (2017)

Brückenpreis der Stadt Regensburg (2019)

Silvers Grant for Work in Progress (2019)

Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik (2020)

Rosa-Courage-Preis (2021)

Hermann-Sinsheimer-Preis (2023)

Glas der Vernunft (2024)

Kompassnadel (2024)

Ari-Rath-Preis (2025)

Bitte richten Sie Anfragen ausschließlich über das Formular an Nina Tesenfitz.
Ein Hinweis: Über ihre eigenen Formate hinaus übernimmt Carolin Emcke derzeit keine Moderationen.

Name Nachname

mail@mail.de