Streitraum: “Quo vadis, Amerika”

Kaum jemand hat die subversive Kraft anti-demokratischer und autoritärer Ideologien und Regime so präzise analysiert wie Masha Gessen. Was ist geblieben von der amerikanischen Demokratie zwei Jahre nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten? Gibt es strukturelle Ähnlichkeiten zwischen der Regierung Trump und der Regierung Putin? Ist Trump die Ursache für den Verfall der politischen Öffentlichkeit oder ist er eher Symptom eines ohnehin schon geschwächten demokratischen Systems, das zerspalten und korrupt ist? Welche Institutionen, welche Bewegungen repräsentieren noch einen demokratischen, rechtsstaatlichen Geist? Welche Gruppierungen, welche Praktiken erweisen sich als resilient gegen diese autoritären, anti-modernen, rassistischen Ideologien?

Masha Gessen (*1967, Moskau) ist Journalist_in und Autor_in von zehn Sachbüchern. Zuletzt erschien »Die Zukunft ist Geschichte – Wie Russland die Freiheit gewann und verlor«, das 2017 in den USA mit dem National Book Award for Nonfiction ausgezeichnet wurde und seit Kurzem auf Deutsch erhältlich ist (Suhrkamp Verlag, 2018). Ebenso ist Gessen Autor_in des Buches »Der Mann ohne Gesicht: Wladimir Putin – Eine Enthüllung« (Piper Verlag, 2012), das in Amerika zum Bestseller wurde. Gessen schreibt für The New Yorker und ist National Fellow der New America Foundation.