„Rassismus auf dem Wohnungsmarkt“ – Diskussion

Seit dem Mauerfall zieht Berlin Migrantinnen und Migranten aus Europa und dem außereuropäischen Ausland an. Wie willkommen sie geheißen werden, hängt nicht zuletzt von ihrem Status ab. Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland migrieren, werden in verschiedene Kategorien eingeordnet, die ihnen die Wahrnehmung ihrer (Menschen-)Rechte etwa auf Bildung, Chancengleichheit, Schutz vor Diskriminierung oder selbstbestimmtes Wohnen nicht immer ermöglichen.

Städtische Entwicklungen werden dabei ebenso von Migration beeinflusst wie von Prozessen der Gentrifizierung. Verdrängung, steigende Mieten und Probleme bei der Wohnungssuche sind für finanziell schlechter gestellte Menschen an der Tagesordnung und haben bereits die Mittelschicht erreicht.

Lösungen für die Unterbringung einer wachsenden Stadtbevölkerung fehlen. Was plant der rot-rot-grüne Berliner Senat? Wer ist Expat, wer ist Migrantin oder Migrant, wer Geflüchteter oder Geflüchtete, wo verschwimmen die Grenzen? Wo zeigt sich sozio-ökonomische Diskriminierung, wo Rassismus? Welche Rolle muss eine Stadt- und Wohnungsbaupolitik spielen? Welche Unterstützung benötigt eine aktive Zivilgesellschaft, um die Rechte Geflüchteter durchzusetzen?